Aufbewahrung der Brille: Für sich selbst baut der Mensch Häuser, für seine Autos Garagen und für das liebe Vieh Ställe - aus gutem Grund, nämlich zum Schutz vor äußeren Einflüssen. Ihre Brille ist ebenfalls empfindlich, vor allem wenn sie gerade nicht auf Ihrer Nase sitzt. Dann gehört sie in ein stabiles Etui, wo sie gegen Bruch, Verbiegen, Verkratzen und Einstauben geschützt ist. Bei einem Alltagsgegenstand wie der Brille vergisst man leicht, dass es sich um ein feinoptisches und feinmechanisches Gerät handelt, das pfleglich behandelt sein will.
Augenglasbestimmung ist das Verfahren zur Ermittlung der Werte für das optimale Brillenglas bei einer bestimmten Sehanforderung. Das wird durch mehrfachen Abgleich mit Linsen verschiedener Stärken und Eigenschaften in einem aufwendigen Sehtest erreicht. Der Fachausdruck dafür ist Refraktion.
Autofahrerbrille wird eine Sehhilfe genannt, die eine besonders klare und reflexfreie Sicht bietet. Diese wird durch saubere und superentspiegelte ( Entspieglung ) Gläser erzielt. Die Gläser müssen nachtfahrtauglich, d.h. sie dürfen nicht zu stark getönt sein, sie dürfen die Signalfarben Rot, Gelb, Grün, Orange nicht verändern. Das Gestell sollte störungsfrei sitzen und den seitlichen Blick nicht einschränken ( dünne, hoch angesetzte Bügel ). Dringend abzuraten ist vom Tragen einer Sonnenbrille zum nächtlichen Blendschutz: Getönte Gläser mindern zwar vielleicht die Blendung, schlucken aber auch zur Orientierung und Information dringend benötigtes Licht. Aus diesem Grund kann bei verminderter Dämmerungssehschärfe auch nicht zu getönter Autoverglasung geraten werden. Wer mit Brille oder Kontaktlinsen Fahrzeuge führt, sollte immer eine Ersatzbrille dabei haben.
Bei Eintritt der Altersichtigkeit reichen die normalen Korrektionsgläser zum Fahrzeugführen nicht mehr aus; fürs optimale Sehen in die Nähe und die Ferne empfiehlt sich die Bifokal- oder die Gleitsichtbrille, mit deren Hilfe dann sowohl das Verkehrsgeschehen als auch die anzeigen auf dem Armaturenbrett scharf wahrgenommen werden können.
Bifokalbrille heißt jene Sehhilfe, die durch einen besonders aufwendigen und präzisen Schliff in einem Glas Fern- und Nahglas kombiniert (bi = zwei; Focus = Brennpunkt). Bei gerader Blickhaltung lassen sich dadurch entfernte Gegenstände (etwa Straßenschilder) wahrnehmen, mit einer Blicksendung durch das sog. Leseteil Objekte in der Nähe. Die Bifokalbrille bietet deutlich breitere Blickfelder als etwa die Gleitsichtbrille, aber nur eine Sehentfernung in der Nähe (wie die Nahbrille). So werden etwa Gegenstände, die sich auf dem Schreibtisch in etwa 1 Meter Entfernung befinden, nicht mehr klar Gesehen.
Bohrbrille siehe unter Randlose Brille
Brechwert siehe unter Dioptrie
Brechzahl siehe unter Dioptrie
Brille ist der heute geläufige Name für eine Sehhilfe zur Korrektur von Fehlsichtigkeit der Augen, die gewöhnlich aus einem Gestell (auch: Brillenfassung) und optischen Linsen besteht. Früher geläufige Bezeichnungen waren "Augengläser" oder auch nur "Gläser". Das Wort Brille auf der Nase (spätmittelhochdeutsch: berille, bril) geht zurück auf den Namen des optischen vergrößernden, glashellen Halbedelsteins Beryll, der in Indien vorkommt.
Brillengläser werden in optischen Spezialbetrieben speziell nach den Angaben des Optikerfachbetriebes für dessen Kunden gefertigt, und zwar aus mineralischem Glas oder aus Kunststoff.
Bei mineralischen Gläsern können durch Zusatz der unterschiedlichsten Oxyde Brechkraft, Stabilität und Gewicht von Brillengläsern beeinflusst werden. Diese Gläser sind bei vergleichbarer Brechzahl (Dioptrie) dünner, leichter und ästhetischer als herkömmliche Brillengläser. Dies spielt besonders bei der Randdicke von Minusgläsern eine Rolle.
Brillengläser aus Kunststoff sind in der Regel flacher und wegen ihres besonders geringen Gewichts bei hohen Fehlsichtigkeiten oder stärkeren Lesebrillen von Vorteil. Empfindliche Haut reagiert mitunter auf starken Druck durch das Gewicht der Brille mit Rötungen oder Druckstellen. Die erhöhte Bruchfestigkeit von Kunststoffgläsern ist ein wichtiger Aspekt bei Kinder- und Sportbrillen, aber auch beim Arbeitsschutz. Der höheren Kratzempfindlichkeit kann durch das Aufbringen einer Hartschicht entgegengewirkt werden.
Ebenfalls durch aufwendige Beschichtungen werden Brillengläser lichtdurchlässiger (Entspiegelung) oder getönt (Tönung).
Brillenketten und Brillenbändchen erleichtern die Suche nach der Brille, denn mittels dieses kleinen und preiswerten, aber recht effektiven Hilfsmittels sollte sie normalerweise vor der Brust hängen.
Brillenpflege ist eigentlich ganz einfach: Die Gläser samt Gestell werden unter fließendem Wasser mit einem Tropfen Spülmittel ( evtl. unter Zuhilfenahme einer weichen Zahnbürste ) gereinigt und anschließend mit einem fusselfreien Tuch sorgfältig abgetrocknet. Insbesondere Kunststoffgläser sollte man niemals trocken putzen - wegen der Gefahr des Verkratzens. Falls Ihre Brille Nasenauflagen aus Silikon ( Softpads ) hat, sollten diese mindestens einmal im Jahr erneuert werden, weil dieses komfortable, weiche Material trotz sorgfältigster Brillenpflege aufgrund von unvermeidlicher Schweißeinwirkung nach einiger Zeit unansehnlich wird. Auch der Sitz und Rutschfestigkeit der Brille werden durch Erneuerung der Silikon-Auflagen wieder deutlich verbessert. Im Optikerfachgeschäft werden Brillen kostenlos im Ultraschallbad gereinigt, besonders an all den Stellen, an die man mit gewöhnlichen Putzen nicht rankommt. Das Fachgeschäft bietet auch spezielle Brillenreinigungsmittel an und gibt ggf. weitere Pflegetipps.
Entspiegelung ist ein technisches Verfahren zur Verminderung von Reflexen auf der Oberfläche des Brillenglases. Dazu wird eine spezielle Schicht auf das Glas aufgebracht, die die Transparenz der Linse erhöht. Je stärker die Entspieglung ist, desto lichtdurchlässiger ist das Glas. Besonders wichtig ist das für Autofahrer (Autofahrerbrille ) und Menschen, die unter schwierigen Lichtverhältnissen gut sehen müssen.( Computerbrille )
Ersatzbrille , auch Zweit- oder Reservebrille genannt; sie ist wichtiger als ein Reserverad, denn eine Brille ist kein leicht und überall zu beschaffender Massenartikel wie Felge oder Reifen. Ihre Brille ist individuell und speziell für Sie gefertigt; die Gläser werden nach Ihren besonderen Bedürfnissen geschliffen, beschichtet, entspiegelt und in das von Ihnen ausgewählte Gestell ein- und Ihren Kopf angepasst. Mit einer Ersatzbrille sind Sie für den Fall von Verlust oder Beschädigung Ihrer normalen Sehhilfe gerüstet. Im Optikerfachgeschäft macht man Ihnen dazu gerne eine besonders günstiges Angebot. Oft ist es auch möglich, neue Gläser in Ihrer alten Fassungen einzuarbeiten.
Etui (frz.) oder auch Futteral nennt man im allgemeinen ein schützendes Behältnis. Das Brillenetui, vor allem in seiner stabilen Version aus Stahl, Aluminium, Kunststoff oder auch Pappmache´, dient der sicheren Aufbewahrung der Brille. Die meist gepolsterte Hülle schützt vor Bruch, Verbiegen, Verkratzen und Verschmutzung. Wer sich angewöhnt, seine Brille immer gleich ins Etui zu stecken, wenn sie von der Nase genommen wird, schützt diese nicht nur optimal, sondern wird auch viel weniger Zeit mit
der unbeliebten Brillensuche verbringen. Solide, schön und zweckmäßig gestaltete Brillenetuis gibt es in großer Auswahl im Optikerfachgeschäft.
Federbügel sind eine technische Konstruktion am Brillengestell, bei der eine Feder die Überdrehung des Brillenbügels und des Brillenscharniers verhindern hilft. Federbügel sind Ideal für Menschen die Ihre Brille oft abnehmen müssen oder nur eine Hand fürs absetzen frei haben. Auch für Kinderbrillen sind Federbügel empfehlenswert.
Fehlsichtigkeit ist ein Sammelbegriff für Störungen des Sehens; mehr dazu unter Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Alterssichtigkeit, Hornhautverkrümmung.
Führerscheinsehtest ist die Bezeichnung einer Prüfung der Sehleistung, die für den Erwerb des Führerscheins aller Klassen bestanden werden muss. Eine ( gebührenpflichtige ) Bescheinigung über den bestandenen Test gibt es im Optikerfachgeschäft auf vorgeschriebenen Formularen. Besondere Anforderungen gelten für Berufskraftfahrer und Personenbeförderung.
Gestell ist der Landläufige Ausdruck für die Brillenfassung, die aus einem Mittelteil und den mit je einem Scharnier verbundenen Bügeln (Federbügel) besteht. Beim Mittelteil verbindet Die Brücke die beiden Fassungsränder (Randlose Brille, Nylor Brille), die mit Hilfe der Stegstützen auf der Nase sitzen (Nasenauflage). Materialien, aus denen Fassungen hergestellt werden, sind überaus vielfältig: von gewachsenen Naturstoffen wie Holz oder Horn über Kunststoffe (z.B. Nylon, Zelluloid, Acetat) und eine breite Palette von Metallen wie Edelstahl, Aluminium, Titan oder etwa Neusilberlegierung. Jedes Material hat bestimmte Eigenschaften, die oft ideal für einen bestimmten Zweck sind (z.B. Nylon für Sportbrillen), manchmal aber auch unter modischen Aspekten eingesetzt werden.
Eine gute Fassung besteht in der Regel aus unterschiedlichen Materialien für die Fassungsränder (fester Halt für die Brillengläser), die (die Gläser verbindende) Brücke dazwischen und die (stabilen und doch elastischen) Bügel. Die einheitliche Farbgestaltung bei Metallfassungen entsteht erst durch eine abschließende galvanische Oberflächenbehandlung.
Gewicht spielt mitunter bei Brillen eine bedeutende Rolle. Schwere Brillen können, vor allem bei schlechtem Sitz, Druckstellen oder Entzündungen auf dem Nasenrücken oder hinter den Ohren verursachen. Dem kann vorgebeugt werden durch besonders dünnes Glas, äußerst leichte Brillengläser aus Kunststoff und durch die Wahl eines besonders leichten Gestells, wie z.B. einer randlosen Brille oder einer Fassung aus Titan.
Glas besteht aus Quarz, Soda und Kalk. Die Kunst des Glasschmelzens kannten schon die Ägypter vor mehr als 3000 Jahren. Weißes optisches Glas wurde erst im 19. Jhd. hergestellt (siehe Brillengläser).
Gleitsichtbrille heißt eine raffinierte Sehhilfe, mit der Fehlsichtige in jeder Entfernung scharf sehen können. Dazu braucht der Blick nur durch entsprechendes Heben oder Senken durch das Brillenglas gleiten. Im Gleitsichtglas nimmt der Brechwert von oben nach unten progressiv zu. Hat der Brillenträger sich erst einmal an die neuen Blickbewegungen gewöhnt, kommt er mit der Gleitsichtbrille dem natürlichen Sehen
am nächsten (siehe Bifokalbrille ).
Halbbrille ist eine Lesebrillenart, bei der das Glas so tief in einer Fassung sitzt, dass man beim Aufblicken vom Lesen mühelos über das Glas hinwegschauen kann. Der Idealfall einer Halbbrille ist eine Nylor- Brille, weil sie an der oberen Glaskante den Blick nicht durch einen Fassungsrand ( siehe Gestell) einschränkt.
Hitzeeinwirkung, wie etwa bei Saunaaufenthalten oder auf dem Armaturenbrett im Auto, kann zu Haarrissen in der Beschichtung von Kunststoffgläsern und dadurch zur optischen Beeinträchtigung führen.
Hornhautverkrümmung und damit ein Brechungsfehler der Hornhaut als dem äußersten optischen Augenteil liegt dann vor, wenn die Hornhaut keine exakte Kugelform hat. Zur Korrektur gibt es Brillengläser, die mit unterschiedlichen Brechwerten den Brechungsfehler an den entsprechenden Stellen ausgleichen.
Kurzsichtigkeit liegt vor, wenn der Augapfel im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang und das Sehen in der Ferne dadurch beeinträchtigt ist. Damit scharfe Bilder auf der Netzhaut entstehen können, wird mit der Brille dem Auge ein Minusglas zur Korrektur vorgesetzt. Mit dem korrigierenden Minusglas wird bei Kurzsichtigkeit erreicht, dass sich der Brennpunkt auf die Netzhaut verlagert.
Lesebrille wird eine Nahbrille genannt, die sich besonders gut fürs Lesen eignet ( Halbbrille ).
Linse wird jener Teil von optischen Systemen genannt, der seinen Namen tatsächlich der in Eintöpfen vorkommenden Hülsenfrucht bzw. deren Form verdanken. Die Linse ist ein Teil des Auges oder ein aus durchsichtigen Material gefertigter Gegenstand, der nach entsprechenden Schliff die Eigenschaft hat, optische Strahlen in bestimmter Weise zu brechen. Für die Augenoptik von besonderer Bedeutung sind die sphärischen Linsen, deren Oberflächen Kugelflächen sind. Man unterscheidet Konvexlinsen, die in der Mitte dicker als am Rand sind und Konkavlinsen, die in der Mitte dünner als am Rand sind. Sind die Linsen von optisch dünneren Medien umgeben, so wirken
Konvexlinsen als Sammellinsen ( Plusgläser ) und Konkavlinsen als Zerstreuungslinse ( Minusgläser ). Asphärische Linsen, deren Oberfläche von der Kugelform abweicht, werden zur Verringerung von Abbildungsfehlern eingesetzt.
Lupe nennt man ein Vergrößerungsglas, das aus einer ( oder mehreren ) Pluslinse(n) besteht und der besseren Betrachtung von kleineren Objekten dient. Für die verschiedenste Einsatzgebiete und Handhabungen gibt es eine große Auswahl von speziellen Lupen, etwa Taschenlupen, Handlupen, Standlupen, Leuchtlupen, Leseglas, Handarbeitslupen.
Minusglas wird eine optische Linse genannt, die Lichtstrahlen zerstreut und der Korrektur von Kurzsichtigkeit dient.
Mode ( von lat." modus" und frz. "mode" - Art und Weise, Brauch, Sitte )spielt bei Brillen insofern eine Rolle, als Sie durch eine und vermittels einer Brille nicht nur gut oder zumindestens besser sehen, sondern damit auch gut aussehen. Der Modeaspekt spielt bei der Auswahl einer Brille eine immer größere Rolle. Dabei geht es längst nicht nur um Trends und Konventionen, denen man folgt, sondern um die Betonung von Gesichtsformen und -strukturen, die Berücksichtigung des persönlichen Stils und von Farbtypen. Handwerkliche Qualität dürfen Sie im Optikerfachgeschäft voraussetzen; eine überdurchschnittliche große Auswahl an Brillenmode sowie sichere Beratung in Stil- und Modefragen gehört zum besonderen Service. Besonders modisch gehaltene Artikel sind fertigverglaste Sonnen- brillen; beim Erwerb im Optikerfachgeschäft ist garantiert, dass dabei weder die gute Sicht noch der Schutz vor UV-Strahlen auf der Strecke bleibt.
Monokel wurde ein früher gebräuchliches einzelnes Brillenglas in einer runden Fassung genannt, das bei Bedarf vor das Auge gehalten oder geklemmt wird und ansonsten gewöhnlich an einer ( an der Kleidung befestigten) Kette hängt und auf Einsatz wartet.
Motorradfahrer beachten alles, was zur Autofahrerbrille steht. Zusätzlich gilt für Motorradfahrer, dass sie wegen der Bruch und Splittergefahr von Glas sich besser für Kunststoff entscheiden. Bei der Brillenfassung (Gestell) ist darauf zu achten, dass sie leicht und flexibel und mit flachen elastischen Bügelenden sowie elastischen Nasensteg ausgestattet ist. Motorradprofis bringen ihren Helm zum Brilleneinkauf mit.
Nahbrille nennt man eine Art Lupe auf der Nase, die meist als Lesebrille eingesetzt wird: Auf die Augen, die Arbeitsbedingung und die tatsächliche Seh-Entfernung angepasste Brillengläser ermöglichen wieder unangestrengtes sehen von kleinen Objekten, z.B. Buchstaben, in der Nähe. Zum Weitsehen muss die Brille abgenommen werden, oder man blickt über die sog. Halbbrille hinweg. Je nach Art der Fehlsichtigkeit und den persönlichen Anforderungen und Sehbedürfnissen bietet u.U. eine Bifokalbrille oder eine Gleitsichtbrille die komfortablere Sehhilfe.
Nasenauflage heißt jener Teil des Gestells, der für einen guten Sitz der Brille auf der Nase wichtig ist. Entscheidend sind bei Metallgestellen der Abstand der Seitenstege voneinander und die Neigung zueinander ( Anpassung ). Durch das täglich mehrfache Auf- und Absetzen oder durchs Brillenputzen kann sich hier leicht etwas "verstellen", so dass die Brille nicht mehr richtig "sitzt". Lassen Sie die Nasenauflage deshalb rechtzeitig nachjustieren ( Service ), damit es nicht zu Druckstellen kommt.
Falls Sie Nasenauflagen aus weichem, hautfreundlichen Silikon ( Softpads ) an Ihrer Brille haben, sollten Sie sich wenigstens einmal jährlich neue gönnen ( Brillenpflege ).
Nasenfahrrad ist ein etwas altertümlicher Kose- oder Scherzname für eine Brille.
Qualität garantiert das Optikerfachgeschäft durch die Verwendung von
erstklassigen Materialien für die Fassung und Gläser, den Einsatz
moderner Geräte sowie durch Können und Fachwissen des staatlich
geprüften Optikers.
Randlose Brillen (vom Optiker meis Bohrbrille genannt) haben keinen
Fassungsrand. Die Verbindungen zwischen den mit Bohrungen versehenen Brillengläsern und der Brücke sowie den Scharnieren erfolgt durch Schrauben. Die Vorteile sind minimales Gewicht, geringste Beeinträchtigung des Blickfeldes durch einen Fassungsrand (Gestell) und dezente Wirkung im Gesicht; nachteilig ist allerdings die eher geringe Robustheit.
Refraktion siehe unter Augenglasbestimmung
Reparaturen werden bei einem Gebrauchsgegenstand, der täglich hart beansprucht wird, nicht immer zu vermeiden sein, gleich ob aufgrund von Missgeschick, Verschleiß oder Materialermüdung. Im Optikerfachgeschäft werden Brillenreparaturen fachgerecht und kostengünstig ausgeführt.
Reservebrille siehe unter Ersatzbrille
Schminkbrillen sind spezielle Nahbrillen, die beim Schminken der Augenregion
helfen. Sie sind so konstruiert, dass das Brillenglas vor dem zu schminkenden
Auge weggeklappt wird, während mit dem anderen Auge kontrolliert werden kann.
Schräubchen dienen der Befestigung bzw. Verbindungen verschiedener Brillenteile. Insbesondere die Scharniere Ihrer Brille sind häufiger und heftiger Belastung ausgesetzt. Da kann sich leicht mal ein Schräubchen lockern. Ebenso bei der Befestigung der Nasenauflage. Wenn also bei Ihnen mal ein Schräubchen locker sein sollte :-), kommen Sie kurz vorbei, dann wird Ihnen geholfen - oder wenigstens Ihrer Brille, und zwar prompt und kostenlos. Das gehört zum Service im Optikerfachgeschäft.
Schutzbrillen gibt es für die unterschiedlichsten Anforderungen in Beruf und Freizeit. Sie schützen vor unerwünschter Strahleneinwirkung ( Sonnenbrille, Schweißerbrille) oder vor mechanischer Einwirkung beim Arbeiten mit spanenden oder spritzenden Geräten oder beim Fahrrad-, Motorrad- und Cabriofahren sowie bei diversen Wasser- und Flugsportarten.
Service kennzeichnet das gute Optikerfachgeschäft; er umfasst die optisch - technische wie die Mode- und Typberatung, das Nachstellen bzw. Richten Ihrer Brille, die gelegentliche Reinigung im Ultraschallbad und das Nachmessen Ihrer Augen. Service fängt bei Ihrem Augenoptiker nicht erst mit dem Verkauf einer Brille an und hört erst recht nicht damit auf.
Softpads sind eine besondere weiche und dadurch komfortable Nasenauflage ( Brillenpflege )
Sonnenbrillen schützen das Auge vor den schädlichen, unsichtbaren UV-Strahlen ( UV-Schutz ) und " schlucken" (absorbieren) 65 - 85% des sichtbaren Lichtes. Durch diese Lichtdämpfung wird anstrengungs- und blendungsfreies Sehen bei starkem Sonnenschein ermöglicht. Für Brillenträger gibt es selbstverständlich Sonnenschutzgläser mit optischer Korrektion - in den gleichen Qualitäten wie normale Brillengläser. Braune, graue und grüne Gläser verfälschen die Originalfarben am wenigsten und strengen das Auge bzw. das die notwendige "Neutralisierungsarbeit" zu leisten hat, am wenigsten an. Auch für eine Sonnenbrille ist guter Sitz ( Anpassung, Nasenauflage, Service) und sorgfältige Aufbewahrung wichtig. Auch eine Sonnenbrille ist ein optisches Gerät. Ihren Augen zuliebe sollen Sie verkratzte Gläser austauschen und die Finger von Billigware lassen. Besondere Anforderungen müssen Sonnenbrillen für Sportler aller Richtungen ( Sportbrille ), besonders für Skifahrer ( Doppelscheibenrahmen gegen Beschlag, Verzicht auf Metallfassungen
wegen der Gefahr lokaler Erfrierung), Wasserratten ( homogen durchgefärbte Gläser ) und Gipfelstürmer ( Seitenklappen ) erfüllen.
Kontaktlinsenträger benötigen gleichen Schutz gegen Sonnenlicht und UV-Strahlung wie Normalsichtige, in Einzelfällen sogar mit etwas dunklerer Tönung, da die Augen durch die Kontaktlinsen lichtempfindlicher werden können. Kein Ersatz für eine Sonnenbrille sind sog. Blendschutz-Kontaktlinsen, da sie lediglich einen kleinen Teil des Auges bedecken.
Sportbrillen (alternativ Kontaktlinsen) trägt wer auch beim Sport den Durchblick behalten muss oder möchte. Für die Fassung von Sportbrillen hat sich als besonders geeignetes Material Nylon erwiesen, auch für Skibrillen, Schwimmbrillen, Schießbrillen. Auch der Sitz von normalen Gestellen kann mit fest anliegenden Sportbügeln fixiert werden. Extrem wiederstandsfähig sind Titanflex- Brillen. Um das Auge vor eventuellen Verletzungen durch Glassplitter zu bewahren, werden in Sportbrillen in der Regel nur bruchsichere, splitterfreie Kunststoffgläser eingearbeitet.
Titan gehört zu den hochwertigen Materialien, die für Brillengestelle verwendet werden. Es korrodiert nicht, ist unempfindlich gegenüber Schweiß und besonders geeignet für Allergiker. Vor allem aber sind Brillen aus Titan sehr stabil und superleicht.
Titanflex heißt ein Material, aus dem robuste Brillenfassungen für starke Belastungen gefertigt werden. Bügel und Brücke (Gestelle) bestehen aus einer Titanlegierung, die den sogenannten " Memory- Effekt " besitzt: Das Metall gibt bei Druck zunächst nach, verbiegt sich also, schnellt aber sofort in die Ausgangsposition zurück, wenn dieser Druck wieder weg ist. Ein nicht ganz billiges Material, das sich aber bei Kinder- und Sportbrillen u.U. schnell bezahlt machen kann.
Verschleiß gehört leider zu den natürlichen Folgen des Brilletragens. Durch starke Inanspruchnahme, Materialermüdung und unsachgemäße Behandlung ist die Lebensdauer auch von hochwertigen Brillenfassungen leider begrenzt (Aufbewahrung, Brillenpflege, Ultraschallreinigung). Bügelenden und Nasenauflagen sind leicht und kostengünstig zu ersetzen.
In vielen anderen Verschleiß-Fällen kann der Optiker mit Reparatur und Ersatzteil den endgültigen Abschied vom liebgewordenen Nasenfahrrad hinauszögern. Auch Brillengläser verschleißen, vor allem durch mechanische Beanspruchung (Kratzer, Spannung, Temperatureinwirkungen), aber z.B. auch durch alterungsbedingtes Spröde- werden des Materials.
Weitsichtigkeit liegt vor, wenn der Augapfel im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz und das scharfe Sehen dadurch besonders anstrengend und deswegen oft beeinträchtigt ist. Damit ohne Anstrengung gut gesehen werden kann, wird mit der Brille dem Auge ein Plusglas zur Korrektur vorgesetzt.
Mit dem korrigierenden Plusglas wird bei Weitsichtigkeit erreicht, dass sich der Brennpunkt nach vorne auf die Netzhaut verlagert.